Operneinführung Alcina

Zauber, Gegenzauber, Be- und Entzauberung

Mittwoch 07.08.2019

Operneinführung Alcina

Händels Oper Alcina im Lichte der Aufklärung

Eine erfreuliche interpretationsgeschichtliche Entwicklung hat zu einer Wiederbelebung und „Entstaubung“ der Händel-Opern geführt. Wesentlichen Anteil daran haben die Salzburger Pfingstfestspiele unter der Intendanz von Cecilia Bartoli, die gleichzeitig auch die Hauptrollen in lebendiger Weise darzustellen vermag.

Es war eine im 19.Jahrhundert entstandene falsche Sichtweise, von einer Barockoper eine irgendwie plausible Handlung zu fordern. Bei Anwendung dieser Forderung sind die ausufernden Arien eine lästige Unterbrechung des dramatischen Flusses.

Bei den Salzburger Festspielen sind heute die Arien jeweils eine Episode, die eine bestimmte Gemütsstimmung musikalisch und eben auch theatralisch ausdrückt. Wie ergreifend und - ja auch - witzig dies sein kann, hat schon die letzte Pfingstfestspiel-Produktion einer Händel-Oper, „Ariodante“ 2017, gezeigt. Wir dürfen uns also auf eine musikalisch-theatralische Verzauberung freuen.

Wichtig um das musikalische und dramaturgische Feuerwerk zu verstehen und zu genießen, ist weniger eine Inhaltsangabe als vielmehr eine gute Kenntnis der inneren Funktionsweise einer Barockoper. 

Dr. Rainer Buland ist Musikhistoriker und Leiter des Instituts für Spielforschung und Playing Arts der Universität Mozarteum Salzburg.

Der Eintritt ist kostenlos - um telefonische Reservierung unter 08651-98250 wird gebeten.

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